Überarbeitet Fassung von Sept. 18

 

Vorwort

 

Über den Kindergarten St. Nikolaus gibt es Einiges zu berichten. Er blickt auf eine über 40jährige, bewegte Geschichte zurück. Die meisten Gemeindebürger verbrachten hier einen bedeutenden Teil ihrer Kindheit. Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen begleiteten sie ein Stück auf ihrem Weg. Einer Reihe von pädagogischem wie hauswirtschaftlichem Personal gab er Arbeit.

 

Seit Januar 2012 ist unserm Haus auch eine Kinderkrippe angeschlssen.

 

Seit jeher geben die Erzieher in unserer Einrichtung den Kindern Geborgenheit  und es wurde und wird ihnen viel Wertvolles mit auf ihren Weg gegeben. Sozialverhalten sowie Befähigungen in den verschiedensten Bereichen wurden und werden den Kindern vermittelt.  Das „sich wohl fühlen“ ist ein wichtiger Bestandteil der unsere Handlungen trägt.

 

In der nachfolgenden Konzeption möchten wir Ihnen einen Einblick in unsere Arbeitsweise, unsere Handlungen und Reaktionen geben, damit Sie wissen in welche Hände Sie Ihr Kind, Ihr höchstes Gut, geben.

 

Christl Frisch, Kindergartenleiterin

 

Geschichte des Kindergarten St. Nikolaus in Grainet

 

1972 gründete der OCV Grainet einen Kindergarten, der zunächst in einem alten Schulhaus untergebracht war. 1975 konnte dann ein extra für diesen Zweck errichtetes Gebäude bezogen werden. 37 Jahre spielten sich die Geschicke der Graineter Kindergartenkinder in diesem Haus ab.

Im Januar 2012 bezogen wir dann ein neues Kindergartengebäude.

Die Kommune entschloss sich wegen eines zu hohen Renovierungsaufwandes und wegen der zentrumsfernen Lage des bisherigen Kindergartens ein neues Gebäude in Zentraler Lage zu bauen.

Im Gegensatz zum alten Kindergartengebäude, das im Eigentum des Ortscaritasverbandes stand ist nun die Gemeinde Grainet der Eigentümer des neuen Gebäudes. Nach wie vor ist aber der OCV Grainet Träger und Betreiber des Kindergartens.

 

1.  Öffnungszeiten und Gruppenzusammensetzungen

 

1.1. Unsere Gruppen.

 

In unserem Kindergarten gibt es 3 Regelgruppen in der  Kinder zwischen 3 und 6 Jahren Aufnahme finden. In diesen Gruppen werden bis zu 20 Kinder betreut.

In der angeschlossenen Kinderkrippe können bis zu 17 Kinder im Alter von 3 Monaten bis 3 Jahren aufgenommen werden.

 

1.2. Kernzeit

 

Um ein qualitativ hochwertiges Bildungsangebot zu bieten legen wir Wert darauf, dass über 3jährige Kinder täglich mehr als 4 Stunden den Kindergarten besuchen. Es wurde daher eine Kernzeit festgelegt.

Wegen unseres Busbetriebes und der daraus resultierenden relativ langen Bring- und Abholzeit bieten  wir eine gleitende Kernzeit. Die Kernzeit ist auf folgende Zeiten festgelegt:    8.00 - 8.30 Uhr   und   12.00 - 12.30 Uhr

 

1.3. Öffnungszeiten

        

Montag:          6.45 Uhr – 13.30Uhr

Dienstag:        6.45 Uhr – 16.00Uhr

Mittwoch:       6.45 Uhr – 13.30Uhr

Donnerstag:    6.45 Uhr – 16.00 Uhr

Freitag:           6.45 Uhr – 13.30 Uhr

 

2. RAHMENBEDINGUNGEN

 

2.1              Trägerschaft

 

Der Kindergarten St. Nikolaus in Grainet steht unter der Trägerschaft des Ortscaritasverbandes Grainet. Der OCV finanziert den Kindergarten durch Zuschüsse der Kommune, des Diözesän-Caritasverbandes und durch die Elternbeiträge. Nicht zuletzt bringen natürlich auch die Aktivitäten des OCV, des Fördevereins und Kindergartens finanzielle Mittel.

 

 

2.2              Gebäude

 

Das im Winter 2011/12 fertig gestellte neue Kindergartengebäude umfasst folgende Räumlichkeiten:

 

Ein großzügiger Eingangsbereich, in dem sich der Elternwartebereich und eine Cafeteria für die Kinder befindet, erschließt die beiden Hauptteile des Gebäudes. Zum Westen den Regelkindbereich und zum Norden die Kinderkrippe. Ebenso erreicht man von hier aus das Leiterinnenbüro, einen Bewegungsraum mit ca. 60 m², sowie die Küche als auch die Eltern- und Personaltoiletten.

 

Im  Regelkindbereich erschließt ein Gang  3 nebeneinander  gelagerte Gruppenräume mit je ca. 46 m², sowie 2 Sanitärräume mit je ca. 14 m². Ebenso sind im Gang die Garderoben vor den einzelnen Gruppen untergebracht.

Die Gruppenräume sind durch 2 dazwischen gelegenen Funktionsräumen mit je ca. 15 m² verbunden.

Am Ende des Ganges befindet sich ein Intensivraum mit ca. 20 m²

 

Im Eingang des  Krippenbereichs befindet sich die Garderobe mit 15m². Gegenüber der Garderobe  ist  der Hauptkrippenraum mit 57 m², ein angeschlossener Ruheraum mit 16 m², ein Sanitärraum mit 20 m² sowie ein Nebenraum mit 16 m².

 

Im Keller des Gebäudes befinden sich Personal, Hauswirtschafts- und Lagerräume.

 

 

2.3.                          Außenspielbereich

 

Der Außenspielbereich umfasst ca. 800 m² und befindet sich im Herzen des L-förmigen Gebäudes.

20 % des Gartens entfallen auf den Spielbereich für die Krippenkinder. Hier befinden sich ein kleiner Sandkasten, eine Kletter-Rutsch Kombination für Kleinkinder, eine Schaukel und Fahrmöglichkeiten.

Dieser Bereich ist durch eine "Balanzierschlange", errichtet durch Holzpalisaden, vom Garten der Regelkinder abgegrenzt. Hier finden die Kinder einen großen Sandspielbereich, eine Wippe, eine große Kletter-Rutsch-Kombination, Schaukeln, einen Wasserspielbereich und ein kleines Amphitheater, gebaut aus einen Gebionenmauer, vor. Außerdem ist genügend Platz zum Fahren mit Rollern, Dreirädern usw. vorhanden.

2.4.                          Einzugsgebiet

 

Unsere ca. 2000 Einwohner zählende Gemeinde ist flächenmäßig relativ groß, so dass wir ein Einzugsgebiet von ca. 15 km haben. Aus diesem ländlich, dörflichen Umkreis holen wir täglich 2/3 unserer Kinder mit dem OCV-eigenen Bus vor ihrer eignen Haustür ab und bringen sie nach Kindergartenschluss auch wieder dorthin.

3.      Unser Team

 

In unserem 3-gruppigen Kindergarten mit angeschlossener Kinderkrippe sind derzeit 4 Erzieherinnen,  6 Kinderpflegerinnen und eine Vorpraktikantin sowie eine Hilfskraft zur Individualbegleitung tätig.

Die Mitarbeiterinnen sind wie folgt eingesetzt.

Regelgruppe Löwenzahn:       Eine Erzieherin, eine Kinderpflegerin, Individualbegleitung

Regelgruppe Sonnenblume:    Eine Erzieherin, zwei Kinderplegerinnen (davon eine zur Individualbegleitung)

Regelgruppe Pusteblume:          Eine Erzieherin, eine Kinderpflegerin, eine Vorpraktikantin.

Krippengruppe Flohkiste:          Eine Erzieherin, zwei Kinderpflegerinnen

                                                    [nbsp

 

Als weitere Bezugsperson der Kinder gilt unser Busfahrer, der die Kinder täglich eine halbe Stunde bei der Fahrt zum Kindergarten und wieder nach Hause betreut.

Die Arbeitszeit der pädagogischen Fach- und Hilfskräfte gliedert sich in direkte Dienstzeit (= Arbeit am Kind) während der Gruppenöffnungszeiten und in indirekten Dienst.

Aufgaben während des indirekten Dienstes sind:

Dienstbesprechungen, Vorbereitung von Angeboten, schriftliche Arbeiten, Verwaltungstätigkeiten.

 

Außerdem gehören zu unserem Team noch zwei Raumpflegerinnen

 

 

4.      Lebenssituation der Kinder

 

Der Großteil unserer Kindergartenkinder kommt aus 2 – 3-Kind- Familien. Die berufstätigen Väter finden in den bis zu 20 km entfernten Kleinstädten Arbeit.

Die meisten Mütter sind stundenweise, höchstens Halbtags beschäftigt oder sie sind Hausfrauen. In vielen Fällen sind auch die Großeltern vor Ort und können so die Betreuung der Kinder in Krankheitsfällen o. ä. übernehmen.

 

 

5.      Unsere pädagogische Arbeit

 

Unsere pädagogische Arbeit stützt sich im wesentlichen auf den Bayerischen Erziehungs- und Bildungsplan (BEP), sowie auf das Bayerische Kinderbildungs- und betreuungsgesetz (BayKiBiG).

 

Wir verfolgen in unserer Einrichtung einen entwicklungsgemäßen Ansatz.

 

Auszüge aus der Reggio-Pädagogik, dem Situationsansatz, der Projektarbeit und auch des Funktionsansatzes finden bei uns Anwendung. Wir orientieren uns an einem breiten Erziehungsspektrum, ohne uns an einen speziellen Erziehungsansatz zu binden. Wir streben eine Balance zwischen selbst initiiertem uns selbständigen Lernen der Kinder und gelenkten und systematisch angeleiteten Aktivitäten an. Hierbei wird in höchstem Maße auf den momentanen Entwicklungsstand des Kindes eingegangen.

 

5.1  Unsere Ziele

 

Unser oberstes  Ziel ist eine ganzheitliche Erziehung. Sich selbst annehmen und richtig einschätzen können scheint uns für die Entwicklung jedes einzelnen Kindes sehr wichtig zu sein.

Ein weiteres wichtiges Ziel ist, die Bedürfnisse der Kinder, die der Eltern und  auch unsere Eigenen so zu verbinden und auf sie einzugehen, dass alle zufrieden sind. Denn nur das kann zu gedeihlicher Arbeit und zu einem Klima führen, in dem sich alle wohl fühlen.

Dieses „Wohlfühlen“ ist nämlich unserer Meinung nach der Nährboden dessen, was wir mit unseren Kindern erreichen wollen.

 

Die Kinder in unserem Kindergarten sollen erfahren, dass sie ernst genommen werden, dass jeder eine Persönlichkeit ist, die sich entfalten kann und soll. Sie sollen aber gleichzeitig erfahren, dass diese Entfaltung dort eingeschränkt werden muss, wo sie die Grenzen des anderen berührt. Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl sollen dort gefördert werden, wo Unsicherheit herrscht. Das sich Einfügen in eine Gruppe, das Rücksichtnehmen auf Andere soll als wertvolles Element des gesellschaftlichen Zusammenlebens erfahren werden. Sich selbst als wertvollen Menschen annehmen, der auf andere Rücksicht nimmt, der sich so verhält, dass er selbst und andere ihn achten und mögen.

Hierfür möchten wir in unserem Kindergarten die Grundsteine legen.

 

Natürlich ist ein weiteres und für uns durchaus auch wichtiges Ziel die Förderung der Kinder in den verschiedensten Bereichen.

Der kognitive Bereich, Feinmotorik, Grobmotorik, sowie die Sensibilisierung aller Sinne sind uns wichtig. Logischen Denken, sowie das Erkennen von Abläufen z. B. in der Natur wollen wir den Kindern vermitteln.

 

Natürlich ist uns bewusst, dass wir im Kindergarten nur Samen sähen können. Zum Wachsten und Gedeihen fehlt die Zeit. Aber wir versuchen den Samen auf fruchtbaren Boden fallen zu lassen und pflegen ihn in der Zeit, in der er uns anvertraut ist.

 

 

 

 

5.2   Unsere Methoden

 

Unsere Methoden im Kindergarten beziehen sich auf Anschauung, Aktivität, Lebensnähe, Übung, Kindgemäßheit ,  Teilschritte, Differenzierung, Gespräch, Gruppenarbeit und das Freispiel.                                                  

 

 

a)       Anschauung

 

Unter Anschauung verstehen wir die auf Sinneswahrnehmung beruhende Aufnahme der Wirklichkeit, also einen psycho-physischen Vorgang.

Wir möchten den Kindern genügend Zeit geben, mit ihren ganzen Sinnen (Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken, Riechen) wahrzunehmen um eine eigene Vorstellung zu entwickeln.

Daraus entwickelt sich Aktivität, die Selbständigkeit des Kindes. Hierunter fällt die Gesamtbewegung des Körpers (Grobmotorik), die Finger-/Zehenbewegung (Feinmotorik) und die bewusste Sinneswahrnehmung.

 

b)      Aktivität

 

Die geistige Aktivität ist eine Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten der Welt. Das Ausprobieren ist gleichzeitig ein Lernprozess. Wir geben dem Kind die Chance zu lernen indem wir ihm genug Möglichkeiten bieten auszuprobieren.

 

c)     Lebensnähe

 

Natürlich beziehen sich unsere Methoden auf die Lebensnähe, das heißt auf den Erfahrungshorizont /  die Erlebniswelt unserer Kinder.

Beispielsweise die eigene Person, bekanntes und unbekanntes Spielzeug.

 

 

d)    Üben

 

Ein wichtiger Faktor in unserm Methodenspektrum ist auch das Üben. Einüben, ausüben, Wiederholen sind für uns wichtige, kindgemäße Betätigungsformen.

Weiter ist es uns wichtig das Prinzip der Kindgemäßheit in allen Situationen zu berücksichtigen. Wir wollen  jeder Stufe des Entwicklungsprozesses einen eigenen Wert zugestehen und diesen in der Erziehung berücksichtigen.

 

e)     Das angeleitete Spiel

 

Die dem Kind adäquate Arbeitsmethode ist das Spiel. Hierdurch gewinnt es Freude an der eigenen Leistung, lernt es Fertigkeiten und Geschicklichkeit. Wir bieten in unserem Kindergarten verschiedene Spielformen an: Bewegungsspiele (Kreis- u. Singspiele), Funktions- spiele (Gedächtnisübungen), Rollen- u. Partnerübungen, Regelspiele, Wett- u. Kampfspiele.

 

f)      Das Freispiel

 

Das Kind bestimmt selbst die Dauer und den Ort seines Spiels. Es wählt sein Spielmaterial selbst aus und entscheidet, ob es allein oder mit anderen Kindern spielen möchte. Es wird ihnen auch die Freiheit gewährt nur dazusitzen und zu träumen, wenn sie das möchten. Für uns gilt: Kinder braucht Zeit, Raum, Sachen und Partner zum Spielen.

 

g)   Differenzierung

 

Wir differenzieren gezielte Angebote hinsichtlich des Schwierigkeits- grades. Dabei ist nicht die Leistung im Vordergrund, sondern die Fähigkeit des Kindes. Wir versuchen die Beschäftigungen den Eigenarten und Fähigkeiten des einzelnen Kindes anzupassen. Uns gilt auch der Lehrsatz: „Gemeinsam – soweit als Möglich, getrennt – soweit als nötig.“

 

h)    Das Gespräch

 

Das Gespräch als wechselseitiges Reden, nicht als Monolog verstehen, ist uns sehr wichtig. Ebenso wichtig wie das Reden ist auch das Zuhören. Das Aufnehmen der Gedanken der Anderen.

 

 

i)   Projektarbeit

 

Momentane Interessen der Kinder werden aufgegriffen und thematisiert. Hierzu wird Gruppenübergreifend interessierten Kindern Spielmaterial angeboten, es werden Bildungsangebote abgehalten, oder auch Besuche in speziellen Einrichtungen gemacht.

Im Rahmen des jeweiligen Projekts werden die verschiedenen Förderziele be-rücksichtigt.

Das Projekt wird durchgeführt, solange die Kinder Interesse daran zeigen. Oft- mals wird das Projekt durch Anregungen der Kinder auch ausgedehnt.

 

 

5.3  Erziehungsbereiche

 

a)      Mitbestimmung der Kinder im Kindergartenalltag

 

Dem Entwicklungsstand angemessen sollen die Kinder an Entscheidungen im Kindergartenalltag mit einbezogen werden.

In einem Morgenkreis wird der geplante Tagesablauf mit seinen Themen kurz besprochen. Anregungen der Kinder werden hier aufgegriffen.

Anlässe die den Kindern wichtig sind werden besprochen und in die jeweiligen Themen mit aufgenommen.                                                                           

 

b)    Sozialerziehung

 

Einer der wichtigsten Gesichtspunkte unseren Tuns, ist es den Kindern respektable soziale Verhaltensweisen zu vermitteln. Sich in der Gruppe als eigenständige Person zu sehen, aber auch als Teil des Ganzen ist für uns eine Wichtiges Erlebnis, das jedes Kind erfahren sollte.

Wir wollen den Kindern helfen die eigenen Möglichkeiten zu erkennen und auszubauen und Selbstbewusstsein zu entwickeln. Auf der anderen Seite sollte aber eine Überschätzung der eigenen Person behutsam in richtige Bahnen gelenkt werden.

Konflikte sollen durch Gespräche ausgetragen werden. Im Bereich des Möglichen soll Verantwortung übernommen werden, wobei wir hierbei immer besonderes Augenmerk darauf legen, dass wir die Kinder nicht überfordern um „Negativerlebnisse“ zu vermeiden. Die Kinder sollen lernen Freunde zu finden. Sie sollen erkennen, dass Helfen und Teilen dabei eine große Rollen spielen..

 

c)     Emotionale Erziehung

 

Das Handeln der Kinder ist in erster Linie von Emotionen geprägt. Positive wie negative Emotionen gilt es deshalb den Kindern bewusst zu machen und ihnen zu helfen damit in rechter Weise umzugehen. Man soll bereit sein jemandem zu vertrauen, man muss aber auch Enttäuschungen verkraften können.

Sensibilität fördern in den verschiedensten Bereichen, sei es für die Bedürfnisse Anderer oder auch für das, was uns die Natur offenbart, ist für uns eine wichtige Aufgabe.

 

 

d)  religiöse Erziehung

 

Religiöse Erziehung ist für uns zum einen die Grundsätze unserer katholischen Religion zu vermitteln. Gemeinsames Beten und Geschichten aus der Bibel hören, gehören ebenso dazu, wie Gottesdienste und Andachten zu feiern und diese zu gestalten.

Zum Anderen ist ein überaus wichtiger Aspekt das Respektieren und Achten der Schöpfung in jeder Hinsicht. Menschen, sowie Tiere und Pflanzen als Gottes Geschöpfe und als wertvoll anzunehmen und in entsprechender Weise damit umzugehen. Dieser Gesichtspunkt greift nahtlos über in unseren nächsten Bereich.

 

e)      Umwelterziehung

 

Als sehr wichtig erachten wir hier den Umweltschutz, der sich durch die Verknüpfung mit oben genanntem selbst ergibt.

Aber natürlich ist unsere Umwelt sehr viel breiter gefächert und es gilt mit ihr umzugehen.

Wie bewege ich mich in meiner Umgebung? Wie verhalte ich mich im Straßenverkehr? Wie ziehe ich mich bei verschiedenen Witterungen an? sind weitere Themen , die uns im Zusammenhang mit unserer Umwelt beschäftigen.

 

 

f)      Sprachbildung

 

Es ist uns sehr daran gelegen, dass sich die Kinder gut ausdrücken können. die Sprache ist unser  wichtigsten Kommunikationsmittel und für das Fortkommen im Leben einer der bedeutendsten Bestandteile. Deshalb bemühen wir uns die teils sehr unterschiedlich sprachgeförderten Kinder hinsichtlich der Aussprache, des Spachniveaus , der Satzbildung usw. zu fördern.

 

 

g)     Bewegungserziehung

 

Kinder haben einen unbändigen Bewegungsdrang. Dem versuchen wir in verschiedenster Weise gerecht zu werden.

Wöchentlich findet ein angeleitetes Bewegungsangebot statt.

Diese Angebote halten wir, um Unter- oder Überforderungen zu vermeiden, größtenteils in altershomogenen Gruppen ab, da gerade hier die Möglichkeiten in den unterschiedlichen Altersgruppen sehr verschieden sind.

Außerdem nutzen wir die Freispielzeit immer wieder zwischendurch den Kindern im Bewegungsraum die Möglichkeit geben, sich auszutoben.

Wenn das Wetter es zulässt gehen wir spazieren, nutzen einen nahe gelegenen Bolzplatz oder spielen im Garten.

 

 

h)   Ernährung- Gesundheitserziehung

 

In einer Zeit, in der es bei uns Essen aller Art im Überfluss gibt, erscheint es uns wichtig, die Kinder zu einer gesunden Ernährung anzuhalten.

Für den Körper, die Zähne, sowie für das Allgemeinbefinden ist eine ausgewogene Ernährung, überaus wichtig.

Allerdings sehen wir davon ab, den Kindern vorzuschreiben, was sie zu essen oder nicht zu essen haben. Wir versuchen lediglich durch Aufklärung und eine attraktive Gestaltung gesunde Lebensmittel interessanter zu machen.

Die letztendliche  Entscheidung über die Ernährung der Kinder überlassen wir den Eltern.

2 mal wöchentlich werden in unserem Kindergarten  frische Speisen zubreitet. Die Kinder haben dann die Möglichkeit im Kindergarten Mittag zu essen. Bei der Zubereitung achten wir auf frische, gesunde Zutaten.

 

Außerdem möchten wir darauf achten, dass sich die Kinder genügend bewegen, was wir im Rahmen unserer wöchentlichen Sportangebote unterstützen.

 

Zudem herrscht in unserem Haus und im Außenbereich nach § 3 Abs. 3 AVBayKiBiG. Rauchverbot.

 

 

i) Sauberkeitserziehung – Erziehung zur Ordnung

 

Gerade im Kindergartenalter ist es sehr wichtig die Kinder immer wieder auf Sauberkeit, gerade den eigenen Körper betreffend, hinzuweisen. Händewaschen nach Toilettengängen oder vor dem Essen sind ein absolutes Muss.

Die Kinder finden in unserem Haus stets Ordnung und Sauberkeit vor. Ordnung vermittelt Sicherheit. Man kann sich darauf verlassen, dass jedes Spiel und jeder Gegenstand seinen Platz hat. Der gebrauchte Gegenstand kann mühelos selbständig geholt werden. Damit das funktionieren kann, werden auch die Kinder immer wieder nach der Beendigung eines Spieles zum Aufräumen angehalten.

 

 

6.                Arbeit mit unter 3jährigen:

 

In unserem neuen Kindergartengebäude gibt es einen separaten Krippenbereich, der speziell auf die Bedürfnisse der Kleinsten zugeschnitten ist.

Auch in pädagogischer Hinsicht nehmen wir uns diese Bedürfnisse sehr zu Herzen. 3 Erzieherinnen unserer Einrichtung haben bereits die Zusatzausbildung zur Fachkraft zur Betreuung von 0-3 Jähriger sowie zur Krippenpädagogin gemacht.

Die Strukturellen und Pädagogischen Schwerpunkte unsere Kinderkrippe finden sie in einer separaten Konzeption

 

 

7.       Der Tagesablauf

 

 

Während der morgendlichen Bringzeit und weiter bis ca. 10.30 Uhr können die Kinder ihr Tun und Lassen selbst bestimmen. Diese Zeit nennen wir Freispielzeit. Wobei in dieser Zeit von Erzieherin und Kinderpflegerin immer wieder Teilgruppen-Beschäftigungen angeboten werden.

So wird an einem Tisch unter Anleitung z. B. ein zum Rahmenthema passender Gegenstand gebastelt. Jedes Kind kann für sich entscheiden, wann es dieses Angebot wahrnimmt.

An einem anderen Tisch werden Gesellschaftsspiele o.ä. angeboten. Hat sich in diesem Fall ein Kind entschieden an einem solchen Spiel teilzunehmen, wird Wert darauf gelegt, dass es, in der Regel, das angefangene Spiel auch zu Ende bringt.

Während der Freispielzeit haben die Regelkinder die Möglichkeit auch in den anderen Gruppenräumen und den Funktionsräumen zu spielen.

Nach dieser 1. „Freispielzeit“ wird gemeinsam aufgeräumt. Es wird dabei darauf geachtet, dass Angefangenes beendet werden kann, oder der Spielablauf eine Unterbrechung duldet.

Während die Kinder nach dem Aufräumen die Hände waschen, werden im Gruppenraum die Tische gedeckt und am Gebetsplatz die Kerze entzündet.

Wenn alle an ihren Plätzen sitzen(jedes Kind wählt seinen Platz selbst), wird gebetet.

Bei der anschließenden Frühstückspause achten wir darauf, dass die Kinder in angemessener Weise Tischmanieren praktizieren. Nach ca. einer halben Stunde ist die Brotzeit beendet und die Täschchen werden aufgeräumt. Nun schließt sich in der Regel ein gezieltes Angebot für die Gesamtgruppe an.

An die gezielte Beschäftigung (Stuhlkreis, Ausgänge, Turnen u. ä.) schließt sich eine zweite Freispielzeit an, die sich ähnlich gestaltet wie die erste.

Je nach Gruppenöffnungszeit werden während dieses Tagesabschnittes die Kinder abgeholt oder mit dem Bus nach Hause gefahren.

 

 

 

8.  Qualitätssicherung

 

8.1. Elternbefragungen

 

Im Rahmen der Qualitätssicherung führen wir jährlich Elternbefragungen durch.

Fragebögen, die unsere pädagogische Arbeit, Öffnungszeiten, Elternarbeit und andere aktuelle Probleme betreffen werden durch die Kinder an die Eltern verteilt und können dann anonym im Kindergarten abgegeben werden.

Die Fragebögen werden ausgewertet Änderungswünsche der Eltern nach Möglichkeit berücksichtigt.

 

 

8.2 Beobachtungsbögen

 

Am Anfang des Kindergartenjahres wird für jedes Kind ein Beobach- tungsbogen angelegt, auf dem der Entwicklungsstand des Kindes, sowie das soziale Verhalten des Kindes beschrieben werden. Im Laufe des Jahres wird dieser Bogen immer wieder ergänzt und bei Elterngesprächen hinzugezogen.

 

 

8.3 Fortbildungen des Personals

 

Unsere Mitarbeiterinnen nehmen an Fortbildungsveranstaltungen des Caritasverbandes teil. Jede Mitarbeiterin hat die Möglichkeit, je nach Dauer der Fortbildung bis zu vier Veranstaltungen zu besuchen.

Einmal Jährlich organisieren wir selbst einen Referenten für eine Teamfortbildung. Wir achten darauf, dass diese Veranstaltung an einem Samstag stattfindet, um den Geregelten Kindergartenablauf nicht zu stören.

 

9.  Elternarbeit

 

In unserer Einrichtung werden verschiedene Arten der Elternarbeit praktiziert:

 

9.1      Einzelgespräche

 

Während der Bring- und Holzeiten kommt es zwischen Eltern und Kiga-Personal zu sogenannten „Gesprächen zw. Tür und Angel“. Viele kleine tägliche Vorkommnisse können hier besprochen werden.

 

Mindestens 1 mal jährlich, (bei Bedarf oder auf Wunsch der Eltern natürlich auch öfter) möchten wir ein geplantes Elterngespräch führen, bei dem wir auf den Entwicklungsstand und die Kompetenzen des Kindes eingehen und uns allgemein mit den Eltern austauschen.

 

9.2 Elternabende

 

Das Jahr hindurch finden ca. 3-4 Elternabende statt. Diese befassen sich mit den verschiedensten Themen.

Meist geht ein Informationselternabend voran, bei dem die Kindergartenarbeit vorgestellt wird, die Eltern ihre Bedürfnisse und Anregungen vorbringen. An diesem Abend wir in unserer Einrichtung auch der Elternbeirat  für das laufende Jahr gewählt.

Zu den folgenden Abenden werden Referenten geladen, die zu von Eltern vorgeschlagenen Themen, sprechen.

 

9.3 Elternbeirat

 

Der Elternbeirat ist in unsrem Kindergarten ein wichtiges Organ.

Der Elternbeiräte werden als Berater, was z.B. die Elternarbeit oder auch z.B.die Schließtageregelung betrifft, herangezogen.

Der Elternbeirat hilft tatkräftig bei Veranstaltungen und initiiert auch selbstständig verschiedene Aktivitäten, wie z.B. einen Kinderflohmarkt.

Oft dürfen wir uns über Geschenke des Elternbeirats freuen, wie z.B. die Finanzierung von Ausflügen oder Spielgeräten.

 

 

9.    Zusammenarbeit und Kooperation mit anderen Institutionen

 

9.1 Grundschule

 

Für eine gelingende Schulvorbereitung und Übergangsbewältigung in die Grundschule ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von Eltern, Kindergarten und Grundschule erforderlich. Die Kooperation besteht zu einem wesentlichen Teil aus gegenseitigen Besuchen, bei denen Erzieherinnen, Lehrkräfte und Kinder miteinander in Kontakt kommen.

 

Durch die neu gewonnen Nähe zum Schulhaus kann diese Kooperation wesentlich intensiver betrieben werden.

Einmal wöchentlich gehen die Schulanfänger aus allen Regelgruppen mit einer Erzieherin zu einer „Schulstunde“ in den Mehrzweckraum der Schule. Hier werden Arbeitsblätter gemacht, oder anspruchsvollere Angebote, die in der altersgemischten Kindergartengruppe die Kleineren überfordern würden.

Außerdem können wir auch die Turnhalle der Schule benützen.

 

Zusätzlich machen wir mit der 1. Klasse einen gemeinsamen Wandertag. Beim Martinszug, der Kindermette und anderen Aktionen arbeiten wir mit  den Kindern und Lehrern zusammen.

 

 

9.2  Frühförderung

 

Unser Kindergarten wird wöchentlich von einer Mitarbeiterin der Frühförderstelle in Freyung betreut.

Die Erzieherinnen schlagen, ihrer Meinung nach, auffällige Kinder vor, die dann von der Heilpädagogin getestet werden. Wenn das Kind als frühförderbedürftig eingestuft wird, wird es wöchentlich eine         ¾ Std. betreut. Frühförderin und Erzieherin tauschen sich regelmäßig über die Entwicklung der Kinder aus.

 

 

9.4  Erziehungsberatung                   

 

Bei Problemfällen wird auch ab und an die Erziehungsberatung hinzugezogen. Eine Kinderpsychologin besucht uns dann und beobachtet das betroffene Kind einen Tag in der Gruppe. In anschließende Gespräche mit Eltern und Erziehern wird dann die weitere Vorgehensweise besprochen.

 

 

 

 

 

9.5   Fachschulen

 

Zusammenarbeit erfolgt auch mit den Schulen, aus denen unsere Praktikanten kommen. Dies sind Fachakademien für Sozialpädagogik, Fachschulen für Kinderpflege und auch Haupt- und Realschulen.

 

 

9.6 Pfarrkirche

 

Kindergartenpersonal und Kindergartenkinder gestalten verschiedene Familiengottesdienste. Außerdem arbeiten Mitglieder des Kigateams  in der Familiengottesdienstgruppe der Pfarrgemeinde mit.

 

 

9.7 Ämter und Behörden

 

Aus administrativen, rechtlichen und finanziellen Gründen ist die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt (Kreisjugendamt), der Gemeinde Grainet, dem Ministerium für Gesundheit, Soziales und Familie und dem Gesundheitsamt notwenig.

10. Kinderschutz

 

10.1 Kindeswohlgefährdung

 

Nach §3 AV Absatz 1 und 2 des BayKiBiG wir in unsere Einrichtung wie folgt gehandelt.

Werden  in der Kindertageseinrichtung Anhaltspunkte für die konkrete Gefährdung des Wohles eines Kindes bekannt, hat die pädagogische Fachkraft auf die Inanspruchnahme geeigneter Hilfen seitens der Eltern hinzuwirken und erforderlichenfalls nach Information der Eltern den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe hinzuzuziehen.

Das pädagogische Personal stimmt bei Anzeichen eines erhöhten Entwicklungsrisikos mit den Eltern des Kindes das weitere Vorgehen ab und zieht erforderlichenfalls mit Zustimmung der Eltern entsprechende Fachdienste und andere Stellen hinzu.

 

10.2  Rauchverbot

 

Nach § 3 AV Absatz 3 des BayKiBiG klärt das Pädagogische Personal die Kinder über die Gefahren des Rauchens und über sonstige Suchtgefahren auf und trägt dafür Sorge, dass die Kinder in der Kindertageseinrichtung positive Vorbilder erleben. Der Träger erlässt hierzu für alle den Kindern zugängliche Räume und den Außenbereich des Kindergartens ein allgemeines Rauchverbot.

 

 

Schlusswort

 

Mit dieser Informationsschrift soll die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Kindergarten verständlicher gemacht werden. Sie soll Ihnen die pädagogische Arbeit mit den Kindern aufzeigen und die Eltern sollen dadurch Einblick in den „Betriebsablauf“ erhalten. Es ist das Bestreben des Kindergartenpersonals und auch des Trägers vertraulich zusammen zu arbeiten, um so die bestmögliche Förderung für unsere Kindergartenkinder zu erreichen.

Die große Spendenfreudigkeit unserer Bevölkerung und der Einsatz des Kindergartenbeirates und Fördervereins bei Aktionen zugunsten des Kindergartens ermöglichen uns Anschaffungen, die der Arbeit mit den Kindern sehr zum Vorteil sind.

Das Kindergartenpersonal wünscht sich auch weiterhin eine so gute, gedeihliche Zusammenarbeit mit den Eltern und dem Träger und Förderverein des Kindergartens  zum Wohle der Kinder.

 

 

Grainet, im September 2018

 

 

An der  Erstellung  dieser Konzeptionsschrift

waren beteiligt:

 

Christl Frisch, Erzieherin, Fachkraft für Betreuung von 0-3jährigen (Kindergartenleiterin)

Evi Reichenberger, Erzieherin (Gruppenleiterin)

Carola Glaser, Erzieherin, Krippenpädagogin  (Gruppenleiterin)

Alexandra Stockinger, Erzieherin, Fachkraft für Betreuung von 0-3jährigen (Krippenleiterin)